Hier finden Frauen Hilfe


Gewalt unterm Weihnachtsbaum
Hier finden Frauen Hilfe
Helena Zezulkova/shutterstock.com

Eigentlich sollte die Weihnachtszeit eine besonders schöne und friedvolle Zeit sein. Doch das gilt nicht für alle: An den Feiertagen nimmt die häusliche Gewalt gegen Frauen regelmäßig zu. Angebote in über 15 Sprachen wollen Betroffenen helfen.

Gewalt kommt in allen Schichten vor

In vielen Familien kommt es an Weihnachten zu schweren Krächen. Das ist kein Wunder: Die Erwartungen an das Fest sind groß und werden leicht enttäuscht, die Nerven liegen schnell blank. Und wenn die ganze Familie zusammenkommt, flammt so mancher innerfamiliärer Konflikte wieder auf. Dazu haben gerade heute viele Familien große Sorgen, z. B. weil die Kosten für Heizung, Strom und Lebensmittel steigen. Gewalt macht allerdings keinen Unterschied zwischen arm und reich, sie kommt in allen Gesellschafts- und Altersschichten vor.

Von Beleidigungen bis zu Faustschlägen

In weihnachtlich angespannter Situation werden Frust und Ärger oft an Frauen und Kindern ausgelebt. Manchmal bleibt es bei Demütigungen und Beleidigungen. Häufig kommt es zu offenen Aggressionen und Handgreiflichkeiten, manchmal sogar zu Vergewaltigungen. Deshalb weisen Hilfsorganisationen vor den Festtagen auch vermehrt auf ihre Angebote hin.

Im akuten Fall ist (neben der Polizei!) das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ eine bundesweite, niedrigschwellige Anlaufstelle. Es ist unter der Telefonnummer 08000 116 016 jeden Tag rund um die Uhr zu erreichen und wird vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben vorgehalten. Daneben bietet das Amt auf www.hilfetelefon.de Beratung, Informationen und Hilfsangebote zu den verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen. Betroffene können über die Seite telefonische Hilfe in 18 verschiedenen Sprachen erhalten. Zusätzlich gibt es das Angebot in leichter Sprache und in Gebärdensprache.

Wer vor Ort Anlaufstellen sucht, wird auf der Webseite www.frauen-gegen-gewalt.de fündig. Hier können Betroffene sich aus der Vielfalt der Beratungsstellen eine in ihrer Umgebung aussuchen. Auch diese Webseite bietet informative Inhalte in verschiedenen Sprachen einschließlich Gebärdensprache.

Diskrete Hilfe bei Sexualstraftaten

Opfer von sexueller Gewalt haben häufig Angst, sich nach einer Vergewaltigung medizinisch behandeln zu lassen. Dabei ist dies nicht nur wegen körperlicher Blessuren, sondern auch im Hinblick auf eine eventuelle Schwangerschaft oder eine HIV-Infektion ratsam. Aus Angst, zu einer polizeilichen Anzeige gedrängt zu werden, meiden Betroffene jedoch oft den Gang in die Arztpraxis.

Für diese schwierige Situation bieten zahlreiche Kliniken eine diskrete Lösung. Neben der akuten körperlichen Versorgung nach einer Vergewaltigung findet eine vertrauliche und gerichtsverwertbare Befunderhebung statt. D.h., dass z. B. Spermareste gesichert, Abstriche gemacht oder Misshandlungsmerkmale fotografiert werden. Entschließt sich das Opfer im Nachgang doch noch zu einer Anzeige, können die Materialien verwendet werden. Wird keine Anzeige erstattet, vernichten die Kliniken das Beweismaterial nach einem Jahr. In Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen gibt es schon zahlreiche Kliniken, die bei diesem Projekt mitmachen. Zu finden sind sie neben weiteren Informationen auf der Webseite soforthilfe-nach-vergewaltigung.de.

Quellen: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, frauen-gegen-gewalt.de, ptaheute

Unsere Partnerapotheken


Löwen-Apotheke Ortrand

Schraden-Apotheke Hirschfeld

Aktuelle Angebote

News

Mit Bewegung gegen Parkinson
Mit Bewegung gegen Parkinson

Gehen, Tanzen, Gewichte stemmen

Ohne Medikamente geht es nicht beim Morbus Parkinson. Die Erkrankten profitieren aber auch von nicht-medikamentösen Maßnahmen. So können sportliche Aktivitäten, aber auch Verfahren zum Stressabbau die Beschwerden häufig lindern.   mehr

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Elster-Apotheke
Inhaberin Katja Johne
Telefon 03533/26 00
E-Mail info@elsterapotheke-elsterwerda.de