Schwangerschaftsübelkeit: Ursache entdeckt


Hormon als Auslöser
Schwangerschaftsübelkeit: Ursache entdeckt
mauritius images / Andor Bujdoso / Alamy / Alamy Stock Photos

Viele Schwangere leiden an Übelkeit und Erbrechen, insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel. Forschende haben nun entdeckt, dass ein kindliches Hormon eine Ursache ist. 
Viele Schwangere sind betroffen
Ungefähr 2 von 3 Schwangere sind von der Schwangerschaftsübelkeit betroffen. Diese ist meist äußerst unangenehm, aber nur selten gefährlich. Nur bei wenigen Frauen ist das Erbrechen so stark, dass ein massiver Verlust von Flüssigkeit entsteht (Hyperemesis gravidarum). Dann kann sogar eine Einweisung in eine Klinik notwendig sein.

Ursächlich ist ein Hormon aus der Plazenta

Die Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit war bisher unbekannt. Nun zeigte eine amerikanisch-britische Studie, dass die Übelkeit direkt mit dem Hormon GDF15 zusammenhängt. Dieses Hormon wird vom kindlichen Teil der Plazenta gebildet. Je mehr von diesem Hormon gebildet wird, desto stärker ist die Übelkeit der Schwangeren. Allerdings gibt es auch einen Gewöhnungseffekt. Denn: GDF15 wird in geringen Konzentrationen auch in der nicht schwangeren Frau gebildet. Und je höher die Konzentration des Hormons vor der Schwangerschaft gewesen ist, desto geringer ist die Übelkeit in der Schwangerschaft.

Neue Medikamente denkbar

GD15 verursacht die Übelkeit, indem es an Rezeptoren im Gehirn andockt. Blockiert man diese Rezeptoren, zirkuliert das Hormon zwar im Blut, löst aber keine Übelkeit mehr aus. Für die Praxis könnte das Wissen um die Auswirkung von GDF15 noch sehr wichtig werden. Bisher gibt es nämlich keine speziellen Medikamente gegen Schwangerschaftsübelkeit, behandelt wird nur symptomatisch. Künftige Medikamente könnten gezielt Andockstellen für das Hormon blockieren und auf diese Weise Übelkeit verhindern.
Quellen:
Deutsches Ärzteblatt
Nature

Unsere Partnerapotheken


Löwen-Apotheke Ortrand

Schraden-Apotheke Hirschfeld

Aktuelle Angebote

News

Mit Bewegung gegen Parkinson
Mit Bewegung gegen Parkinson

Gehen, Tanzen, Gewichte stemmen

Ohne Medikamente geht es nicht beim Morbus Parkinson. Die Erkrankten profitieren aber auch von nicht-medikamentösen Maßnahmen. So können sportliche Aktivitäten, aber auch Verfahren zum Stressabbau die Beschwerden häufig lindern.   mehr

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Elster-Apotheke
Inhaberin Katja Johne
Telefon 03533/26 00
E-Mail info@elsterapotheke-elsterwerda.de